EN
JSC PRO
Menü
JSC Video Lounge
KATEGORIEN
Vimeo

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Vimeo.
Mehr erfahren

Video laden

VIOLENCE, VISUALITY, AND POTENTIAL ARCHIVES. Eine digitale Podiumsdiskussion mit Hera Chan, Edwin Nasr und Eugene Yiu Nam Cheung, Juni 2021

 

A FIRE IN MY BELLY in der JSC Berlin ist eine Ausstellung, die sich mit Formen systemischer Gewalt auseinandersetzt und damit, wie Künstler*innen ihre eigenen Gewalterfahrungen transformieren, um ein besseres Verständnis der Welt zu erlangen, Wege der Befreiung zu finden und zu Revolutionen aufzurufen.

 

Violence, Visuality, and Potential Archives ist eine digitale Podiumsdiskussion in englischer Sprache, die von der Prämisse der Ausstellung ausgeht und die Verstrickungen zwischen Gewalt und Visualität im Kontext von Aufständen in Hongkong und im Libanon reflektiert. Es geht darum, wie Bilder von sozialen Aufständen jenseits simpler Kategorien von „Zeugenschaft“ bzw. „Verfälschung“ von Geschichte gelesen werden können. Mit anderen Worten: Wie ist das Verhältnis zwischen Visualität und Geschichtserzählung, und wie können Bilder von sozialen Unruhen die Erinnerung an Geschichten und Menschen, die sich in Zuständen des vermeintlichen Zusammenbruchs befinden, beeinflussen? Wie lesbar sind Bilder von Aufständen sowohl auf einem symbolischen als auch auf einem archivarischen Register? Welche Formen von Fiktion können aus Bildern des Aufstands entstehen, und wann können sie produktiv sein? John Berger schrieb, das „Massendemonstrationen Proben für die Revolution sind“, was die Frage aufwirft: Wie lange müssen wir die Generalprobe der Revolution ertragen, bevor sie endlich aufgeführt wird?

 

HERA CHAN lebt in Amsterdam, auf dem Umweg über Kowloon. Sie nimmt aktuell am de Appel Curatorial Programme teil und ist Adjunct Curator of Greater China, unterstützt von der Robert H. N. Ho Family Foundation an der Tate. In Hongkong war sie assoziierte Kuratorin für Public Program bei Tai Kwun Contemporary und Direktorin/Kuratorin von Videotage. Neben ihrer Tätigkeit als Kuratorin für Videokunst, hat sie als Fotojournalistin für The Argentina Independent und Community-Medien in Kanada gearbeitet.

 

EDWIN NASR lebt zwischen Amsterdam und Beirut. Er absolviert derzeit das De Appel Curatorial Programme und ist Assistent des Direktors bei Ashkal Alwan, einer gemeinnützigen Kunstorganisation, wo er an der kuratorischen Entwicklung von  Ausstellungen, Publikationen, und sonstigen Programmen beteiligt ist. Nasr hat an mehreren redaktionellen Projekten gearbeitet, darunter The Derivative des Beirut Art Center und Rights of Future Generations der Sharjah Architecture Triennial, und sitzt im Redaktionsbeirat von Journal Safar, Beiruts halbjährlich erscheinendem Magazin für visuelle und Design-Kultur. Seine Texte erschienen kürzlich in Afterall Journal, n+1, The Funambulist und Bidoun.

 

EUGENE YIU NAM CHEUNG ist Autor, Kritiker und Gründungsredakteur der Plattform für Institutionskritik Decolonial Hacker. Er gewann den ersten Preis bei den Seventh International Awards for Art Criticism (IAAC) und hat Abschlüsse in Kunstgeschichte, Gender Studies und Jura von der University of Sydney. Er ist kuratorischer Assistent der Julia Stoschek Collection.